Geschichtswerkstatt                   Jakob Kindinger e.V. 

                                                                

 

 3 Tage fehlten zur Freiheit: Die Kirchbergmorde und weitere Veröffentlichungen

Die Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger ist Herausgeber verschiedener Veröffentlichungen. Die bekannteste ist sicherlich das Buch von Fritz Kilthau und Peter Krämer über die Nazimorde am Kirchberg.  Auf dieser Seite stellen wir Ihnen aber auch noch weitere Publikationen von uns vor. Leserinnen und Leser müssen bestürzt feststellen, dass der nationalsozialistische Terror ganz nah und mitten unter uns stattfand.                                 

Fritz Kilthau, Peter Krämer, Johannes Krämer

Veröffentlichungen der Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger



Kilthau/Krämer: 3 Tage fehlten zur Freiheit

2. überarbeitete Auflage 2008

Drei Tage bevor amerikanische Truppen Bensheim erreichten, wurden zwölf deutsche und ausländische Gefangene, Männer und Frauen von der Gestapo am Kirchberg  ermordet: Es war der 24. März 1945                                                                               Wegen der Luftangriffe auf Darmstadt war die Gestapozentrale nach Bensheim in die Darmstädter Straße umgezogen. Hier entfaltete die Gestapo dann ihr verbrecherisches Tun:   Rosa Bertram, Erich Salomon und Walter Hangen aus Worms, Lina Bechstein aus Kriegsheim, Gretel Maraldo aus Offenbach, Jakob Gramlich aus Bonsweiher, die beiden Franzosen Eugene Dumas und Lothaire Delaunay, der Niederländer Frederik Roolker und drei weitere unbekannte Personen wurden kurz vor ihrer Befreiung ermordet.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Wer waren diese Opfer ?  Warum wurden sie ermordet ?  Wer waren die Täter ?  Wurden sie zur Rechenschaft gezogen ?

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Dr. Fritz Kilthau und Dr. Peter Krämer gingen diesen Fragen nach. Sie suchten nach Angehörigen und Bekannten der Opfer, befragten sie, erbaten Fotos und sonstige Dokumente. Die Lebensgeschichten dieser zwölf Menschen stehen im Mittelpunkt des Buches "3 Tage fehlten zur Freiheit".              Bei den Recherchen stieß man auf eine große Anzahl von Dokumenten:                              Der Pole Johann Goral stellte sich tot und überlebte so schwerverletzt die Erschießung. Der Russe Alexander Romanov konnte fliehen. Die vier Groß-Rohrheimer Bürger Heinrich Ahl, August Lautenbach, Heinrich Menger und Georg Ackermann wurden glücklicherweise verschont.                                                                                                                       Auch Details über die Ermordung von drei amerikanischen Kriegsgefangenen  oder die standrechtliche Erschießung von drei jungen deutschen Soldaten wegen angeblicher Fahnenflucht kamen ans Licht.                                                                                                                                                                                                                              

Fritz Kilthau über Frederik Roolker

Im Jahre  2021 veröffentlichte Dr. Fritz Kilthau eine ergänzende Broschüre über das Leben des Frederik Roolker, einem der Opfer am Bensheimer Kirchberg. Diese können Sie über die Homepage des Arbeitskreises Synagoge Zwingenberg erwerben. Siehe auch BA vom 22.04.2021:                             Das tragische Schicksal des Frederik Roolker

Betr.: Bensheim - Familiengeschichten :      1. Familie Bauer

Zuerst gab es Diskriminierungen, dann Ausplünderung und Vertreibung oder Mord. Den legalisierten Raub oder die Arisierungen, wie es die Nationalsozialisten nannten, gab es auch in Bensheim. "Entjudung" sagten sie auch dazu. Als Beispiel kann das Schicksal der jüdischen Familie Bauer stehen. (Erschienen 2010)                                              Julius Bauer trennte sich 1912 von seinem Geschäftspartner Jakob Rosenfelder (Manufakturwaren und Bankgeschäft) und übernahm das Bankgeschäft, ab 1921 im "Rodensteiner Hof" in der Darmstädter Str. 5.  In der Pogromnacht vom 9. auf 10. November 1938 wurde Julius Bauer verhaftet und in das KZ Buchenwald gebracht. Dort soll er an einer "Hirnblutung der rechten Hirnhälfte" gestorben sein, die trauernde Familie wurde ermahnt, den Sarg nicht zu öffnen.                                                                                                                                           Veranstaltung  2017 und  mehr...  


 

2. Familien Rosenfelder - Jonas (neu 2022)

Die Familien Bauer und Rosenfelder stehen auch in einem verwandtschaftlichen Verhältnis, denn Jakob Rosenfelder heiratete Johanna Bauer, die Schwester von Julius Bauer.                                                   In diesem Büchlein geht es um sechs Schicksale der Bensheimer Familien Rosenfelder und Jonas: Johanna und Jakob Rosenfelder betrieben in Bensheim ein gut gehendes Geschäft für Manufakturwaren. Auch Jakob Rosenfelder wurde nach der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November nach Buchenwald gebracht und das Geschäft wurde verwüstet; bei seiner Rückkehr war er sehr krank.  1942 wurden beide Rosenfelders zunächst nach Theresienstadt deportiert, von dort 1944 ins KZ Auschwitz, wo beide ums Leben kamen. Ihr Schwiegersohn, Dr. Max Jonas, starb in Theresien-stadt. Seine Frau Edda und die Kinder überlebten...    Die Broschüre erhalten Sie über die Homepage des                                                                                                  "Arbeitskreises Zwingenberger   Synagoge e.V."                    


Griechische Zwangsarbeiter in Bensheim-    Auerbach 

 Zwangsarbeit in einem KZ - und das in Bensheim ?    Ja, das gab es auch bei uns.                                   Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts begann eine Projektgruppe im Auftrag der evangelischen Kirche mit der Erforschung der Geschichte der griechischen Zwangsarbeiter... 

Johannes Krämer begleitete von Anfang an deren Arbeit. Er steuerte noch tiefer gehende Informationen zu diesem Thema bei. Im Jahr 2008 konnte dann sein Buch erscheinen.                              

 Seit 1992 hat die Stadt Bensheim mehrfach überlebende griechische Zwangsarbeiter zu Besuchen eingeladen.

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Alternativer Stadtrundgang Bensheim 

Was übersteigerter Nationalismus anrichten kann, lässt sich auch bei einem besonderen Stadtrundgang verdeutlichen:                                                        Schon 1933 wurde beispielsweise das sogenannte Volkshaus der Gewerkschaften in der Rodensteinstraße geplündert und deren Bücher aus dem Fenster geworfen und angezündet...                                    Und das war nur der Anfang...

 

 

 

 

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Vertiefende und zusätzliche Informationen zum Stadtrundgang in Bensheim finden Sie in den                                                                       "Ergänzungen".

Fritz Bockius, Stadtführung Bensheim, Ergänzungen

Broschüre mit Zusatzinformationen zum Stadtgang

 Wenn wir alle Stätten in Bensheim mit antifaschistischem Hintergrund bei einem einzigen Rundgang besuchen wollten, dann wären wir einige Stunden unterwegs.  Ausgelassen wird auch in der Regel die Wilhelmstraße 20, in der Fritz Bockius zeitweilig wohnte oder die Fritz-Bockius-Straße.                                                                Am 5. März 2020 jährte sich zum 75. Mal der Todestag von Friedrich August ("Fritz") Bockius, einem Reichstagsabgeordneten der Zentrumspartei, der insgesamt drei Jahre in Bensheim lebte, dort 1944 verhaftet wurde und am 5. März 1945 aufgrund der unmenschlichen Haftbedingungen im KZ Mauthausen verstarb.  Thomas Graubner hat seinen Lebenslauf in Kurzfassung zuerst im Bergsträßer Anzeiger beschrieben und dann die überarbeitete Fassung in den "Ergänzungen"  Teil 2 1995 veröffentlicht.                                                                                                                                                 mehr...



Erschießungen von 3 jungen Soldaten am 23. März 45 am alten Wasserwerk in Bensheim

Im Januar 2017 erschien eine Broschüre von Dr. Fritz Kilthau zu diesem Thema. Herausgegeben wurde sie vom Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge.                Es werden noch genauere und mehr Hintergrund-informationen zu den Morden des  " Fliegenden Standgerichts " Helm veröffentlicht.                    Kilthau beschreibt das Wüten der so genannten Standgerichte und geht auch der Frage nach, wie nach dem Krieg mit den Tätern umgegangen wurde.




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Das Kriegsende 1945 in Zwingenberg    (mit Bensheim)                                              Autor: Fritz Kilthau - März 2020

   Diese Broschüre ist erhältlich über den Arbeitskreis Synagoge Zwingenberg e.V.                                                        

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